An diesen beiden Tagen sollten wir dann eine geballte
Ladung musikalischen Talents und auch endlich intensiver den weiblichen
Part der Songwriter-Szene erleben, denn mit insgesamt 13 schreibenden
und ihre Songs performenden Musikerinnen gab es nun „unplugged“-Frauenpower
vom Feinsten und dies sichtlich auch zur Freude unserer beiden Gastgeber
Tom und Dirk.
Am 1. Oktober wurden zwischen den beiden Sets sogar die Featured Writers
gewechselt, so dass eine große musikalische Breite der Songwriter-Szene
verdeutlicht werden konnte.
Corinne
Douarre (Frankreich) ist eine wahre Chansondichterin,
die sich seit etwa 5 Jahren in der Berliner Chansonszene als Musikerin,
Texterin und Komponistin einen guten Namen gemacht hat. Mit ihrem zauberhaften,
französischen Charme interpretierte sie einige
Chansons ihrer aktuellen CD „Virages“, sehr einfühlsam
begleitet von Mark Hausmann.

Erfreulicherweise war auch die Berliner Akustik-Gruppierung S.A.M.T.
wieder einmal zu Gast. Diese Gruppe findet mit ihren gefühlvollen
Balladen stets viel Bewunderung und Applaus. Hier treffen die unverwechselbare
Stimme von Pamela Bethke, die von großer Klarheit und Seelentiefe
geprägt ist, auf das virtuose Geigenspiel von Nora Bösel sowie
auf die präzisen Gitarrengrooves von Arndt Bethke, was stets zu einem
wahren Vergnügen wird.
Als
Special-Guests vor dem 2. Set des Abends überraschten Paul
Brady und Graham Lyle
mit je 2 ihrer Hits das Rickenbacker´s Publikum. Diese beiden legendären
Songwriter ließen es sich nicht nehmen, kurz vor ihrem Rückflug
noch mit diesem musikalischen Highlight den Abend zu verschönen –
DANKE für diese Ehrerweisung und das wunderbare Zwischenspiel!
Die
junge, sympatische, in Berlin ansässige Amerikanerin McKinley
Black (USA) hat sich in den vergangenen Jahren einen festen
Platz in der hiesigen Singer/Songwriter-Szene erarbeitet, mit viel Fleiß,
hoher Professionalität und einprägsamen Songs, von denen so
mancher Hit verdächtig ist. Mit ihrer teils leisen, gefühlvollen
bis sehr kräftigen Powerstimme zieht sie die Zuhörer regelrecht
in ihren Bann und man wünscht ihr von ganzem Herzen eine erfolgreiche
Zukunft.
Eine
weitere Überraschung des Abends war Morin
Smolé (Russland). Sie wandelte gesanglich mit ihren
Songs zwischen Kate Bush und Edith Piaf, aber dies derart selbstbewusst,
dass sie sich ihre eigene Identität bewahrte. Mit einem phantastischen
Klavierspiel und auch schauspielerischen Fähigkeiten rundete sie
ihre einzigartige Performance ab. Eine hoch talentierte, junge Frau, von
der man noch viel hören wird.
Timon
Hoffmann, der Berliner, der nun in Hamburg lebt, outete
sich, doch gern ein „Fischkopp“ sein zu wollen. Dieser neue
Song ist wieder einer der Art, wie wir ihn von Timon, als dem wohl derzeit
einzigen "Sit Down Comedian", lieben und auch erwarten. Er gab
weitere neue Kostproben seines musikalischen und auch komödiantischen
Könnens, sehr zur Erheiterung des Publikums, dazu sein Entertainment
– er ist eben eine Klasse für sich !
Die Singer/Songwriter, die an diesem Abend auf dem 5.
Stuhl für einen Song Platz nahmen, erweiterten die
musikalische Vielfalt des Festivals und rundeten den Abend auf wunderbare
Weise ab.
Manfred
Springer ist ein in Stuttgart lebender Songwriter und
Produzent, der sich mit einem
eingängigen Song in Popart vorstellte.
Es
war eine Freude, den legendären Beppo
Pohlmann von den Gebrüdern Blattschuss mit seinem
Hit „Kreuzberger Nächte sind lang“ wieder einmal zu erleben.
Mit
Stephanie Forryan kam eine
weitere, hoch talentierte, junge Amerikanerin in die Runde, die uns schon
mehrfach mit ihren Powersongs erfreute.
Die
aus der Schweiz stammende Yvonne Friedli
überraschte mit einem phantastischen Song, mit dem sie regelrechte
Spannung aufbaute, so dass es ganz still wurde… bis zum tosenden
Applaus.
Auch die Gruppierung „For P´n
G“, hinter der sich Stefanie Saß und Graziella
Azad verbergen, bleiben mit ihrem feenhaften Gesang, der exzellenten Klavier-
und Violinenbegleitung und dem wohl irischen Musikeinfluss nachhaltig
in bester Erinnerung.
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Ein Abend der Superlative ging gegen 1.15 Uhr zu Ende, mit großartigen
Talenten, viel Power, einem sehr aufmerksamen, mitgehenden, begeisterten
Publikum und wiederum
2 äußerst engagierten, einfühlsamen Gastgebern.

Tom erzählte uns seine liebenswerte Geschichte über
seine „Kleine Welt“, performete gemeinsam mit Pam Bethke (S.A.M.T)
den Song „I´m not giving up“ und brillierte wieder einmal
mehr mit seinen wunderbaren Gitarrenimprovisationen zu den Songs seiner
musikalischen Kollegen.

Dirk hingegen forderte „Halt nicht an!“ oder
klagte „Du hast ´nen Mann“, aber das in seiner
bekannten und beliebten Rock-Chanson-Art, mit Witz, Charme und einem Augenzwinkern.
Und beim gemeinsamen Jammen war er natürlich auch immer dabei.



Abschließend lassen wir das begeisterte Publikum
zu diesem Abend sprechen:
"Hi Tom, der Freitag im Rickenbackers war wunderbar ! So viele
so gute Leute, Kompliment ! Ein Hochgenuss, voller Überraschungen
und Varianten. Weiter so, Mike und Cordi Witte"
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